Säureaustritt aus LKW

Technische Hilfeleistung > Gefahrgutaustritt

Einsatzort: Koningsbergerstraße
Datum: 26.04.2019
Alarmierungszeit: 12:46 Uhr
Alarmierungsart: Telefon
Einsatzleiter: OBR Ing. Ratheiser
Mannschaftsstärke: 9 Mann

Eingesetzte Kräfte:

Eingesetzte Fahrzeuge:

KDOF,  Organisation: Berufsfeuerwehr || TANK 1,  Organisation: Berufsfeuerwehr || GSF,  Organisation: Berufsfeuerwehr

Einsatzbericht:

Ein Gefahrstofftransporter (Tanksattelzug) steht am Firmenareal einer Verzinkerei. Es ist eine Säure UN 3264 - ätzender, saurer, anorganischer, flüssiger Stoff, am Fahrzeug geladen. Es handelt sich dabei um ein Abbeizmittel für die Verzinkerei, bestehend aus: Salzsäure, Eisen und Zinn. Durch einen undichten Flantsch sind ca. 300 Liter der Säure in den Oberflächenkanal am Firmenareal geronnen. Durch den Fahrer des Sattelzugs wurde die Vakuumpumpe des Tanks eingeschalten, damit keine Säure mehr entweichen kann.

Ein Mann vom Tank1 wurde mit einem Anzug der Schutzstufe 3 ausgestattet. Der Abgangsflantsch des Tanksattels weist eine ca. 1,5 - 2 cm große Leckage auf. Die Leckage wurde mittels Holzkeil geschlossen, sodass nach dem Abstellen der Vakuumpumpe, nur mehr ein minimaler Austritt des Mediums feststellbar war. Im Beisein des Landeschemikers wurde der Tanksattelzug zu einem stillgelegten Säurebecken einer leeren Halle bewegt. Im stillgelegten Säurebecken wurde die gesamte Ladung des Tanksattels (ca. 22.000 Liter Säure) über den Tankschlauch abgeladen. Die befestigte Fläche des Firmenareals wurde im Bereich der Kontaminierung mit Wasser vom Tanklöschfahrzeug gereinigt. Nach der restlosen Entleerung des Tanksattels wurden die Kammern von einem Mann unter Schutzstufe 2 gereinigt. Das Kanalauffangbecken am Firmenareal wurde durch betriebseigene Mitarbeiter ausgepumpt. Das im Säurebecken ausgelaufene Medium musste ebenfalls durch betriebseigene Mitarbeiter in bereitgestellte IBC-Container umgepumpt werden. Da die ausgelaufene Säure durch das Kanalauffangbecken am Firmenareal aufgefangen werden konnte, gelangte keine Flüssigkeit in das öffentliche Kanalnetz. Dadurch konnte ein Umweltschaden verhindert werden.

 

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