Tauchwettbewerb um "Die goldene Rose vom Wörthersee"

Am Samstag wurde bei der Schiffswerft in Klagenfurt um "Die goldenen Rose vom Wörthersee" getaucht.
Achtzehn Tauchgruppen aus dem In- und Ausland, von den verschiedensten Organisationen, nahmen an dieser Veranstaltung teil.
Sieger des Bewerbes wurde die Stadtfeuerwehr Kapfenberg mit 31 Minuten.

Wir bedanken uns bei allen Teams, Ausstellern, Sponsoren und Helfern für die Teilnahme am Tauchwettbewerb.


Wertung und Fotos vom Tauchwettbewerb.


Rettungsmaßnahmen bei Eisunfällen

Über die Einsatztaucher

Geschichtliches
Im August 1949 erfolgte der erste Taucheinsatz der BF Klagenfurt: Es galt einen abgestürzten Autobus aus dem Lendkanal zu bergen. Die einzigen zwei Taucher der BF erledigten diese Aufgabe mit einer damals noch zum Teil selbst gebastelten Tauchausrüstung.
Da im Laufe der Zeit die Anforderungen an die Taucher ebenso wie die Einsatzzahlen anstiegen, entschloss man sich dazu noch mehr Taucher auszubilden und deren Ausrüstung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
Im Jahre 1970 bestand die Tauchergruppe der BF bereits aus sechs Tauchern. Eine Unterwasserkamera samt Beleuchtung und Monitor wurde angekauft.
Zurzeit sind 16 Kollegen der Berufsfeuerwehr Klagenfurt als Feuerwehr-Einsatztaucher ausgebildet.
Mindestens drei Einsatztaucher stehen für sofortige Taucheinsätze - sowohl in Klagenfurt als auch überörtlich - das ganze Jahr über und rund um die Uhr zur Verfügung.

Ausbildung
Nach der allgemeinen Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann, folgt eine ca.
dreijährige Grundausbildung nach den Vorschriften des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.
Nach Absolvierung der Grundtauchausbildung folgen weitere Lehrgänge zu folgenden Themen:

  • Erweitete Erste Hilfe inkl. Sauerstoff-Soforthilfe
  • Arbeiten mit Unterwasserwerkzeugen und -geräten
  • Arbeiten mit offenen und geschlossenen Hebeballonen
  • Knoten- und Seiltechniken
  • Bootsführerausbildung, Flughelferausbildung

Auch für ausgebildete Einsatztaucher ist die Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Weiterbildungen, Seminaren und Lehrgängen verpflichtend. Die Aus- und Weiterbildungen werden von zwei Lehrtauchern der BF - Klagenfurt koordiniert.
Zusätzlich müssen mindestens zehn Tauchstunden unter einsatzmäßigen Bedingungen pro Jahr absolviert werden.

Alarmierung
Die Alarmierung der Einsatztaucher erfolgt durch die BF- Einsatzleitstelle, bei überörtlichen Einsätzen über die LAWZ - Kärnten.
Je nach Art und Umfang des Einsatzes rückt mindestens ein Einsatztrupp (bestehend aus einem Taucheinsatzleiter und zwei Einsatztauchern) zum Einsatzort aus.

Transportmittel
Zum Transport stehen den Einsatztauchern ein eigenes Einsatzfahrzeug (Funkrufname „TAUCH“), sowie zwei Einsatzboote („LINDWURM“ und „SABINE“) zur Verfügung.
Um überörtlich schnell an die Einsatzstelle zu gelangen werden nach Möglichkeit Hubschrauber der Polizei oder des Österreichischen Bundesheeres angefordert.
In Zusammenarbeit mit den Einsatzpiloten wurden eigene Be- und Verladepläne unter Berücksichtigung des maximalen Beladungsgewichtes erarbeitet.
Speziell für den Heereshubschrauber (ausgerüstet mit einer Seilwinde) wurden eigene Bergemethoden für Wasserunfälle entwickelt.
Zur Aufnahme der Einsatztaucher werden hauptsächlich die Landeplattformen des Unfallkrankenhauses sowie jene des Landespolizeikommandos in Klagenfurt vom Hubschrauber angeflogen.

Einsätze
Das Einsatzspektrum ist vielfältig und verlangt daher von den Einsatztauchern ein hohes Maß an Professionalität, zu bewältigen sind Einsätze wie zum Beispiel:

  • Personenrettung, Tierrettung
  • Suche nach vermissten Personen (auch mit der Unterwasserkamera)
  • Leichenbergungen
  • PKW- oder Bootsbergungen
  • Tauchen unter geschlossener Eisdecke

Unterwasserarbeiten
1975 wurde das Gewerbe „Unterwasserarbeiten durch Einsatz von Tauchern und Unterwasserfernsehanlagen” bei der Wirtschaftskammer angemeldet.
Verschiedenste Firmen und Organisationen treten seither an die BF - Klagenfurt heran um deren Hilfe bei Unterwasserarbeiten in Anspruch zu nehmen, wie zum Beispiel:

  • Arbeiten im Stegbau
  • Rohrleitungsbau (z.B. Ringkanal im Wörthersee und Ossiachersee)
  • Diverse Montagearbeiten unter Wasser
  • rbeiten an Staumauern und in Kraftwerken (sowohl bei Draukraftwerken als auch bei Speicherkraftwerken im Hochgebirge) usw.

Auch hier gilt: regelmäßige Weiterbildung der Feuerwehr-Einsatztaucher, ständiges Üben und eine perfekte Ausrüstung sind die wichtigsten Voraussetzungen um Taucheinsätze erfolgreich und unfallfrei durchzuführen.
Die Sicherheit der Feuerwehr-Einsatztaucher steht an erster Stelle.

OBM KOMAIER Ralf
Berufsfeuerwehr- Klagenfurt
ÖBFV- Feuerwehr- Lehrtaucher
Rettungsschwimmlehrer